Ratgeber-Thema

Geldanlage und Sparen: Ratgeber für Sicherheit, Kosten und Rendite

16 Ratgeber-Artikel · Redaktion Welt der Verbraucher

Bei der Geldanlage geht es um mehr als die Frage nach dem höchsten Zins. Bevor Sie Geld anlegen, lohnt sich ein Blick auf das eigene Sparziel: Wann brauchen Sie das Geld wieder, wie viel Schwankung können Sie tragen und welche Kosten fallen an? Erst aus diesen Antworten ergibt sich, ob eher Tagesgeld oder Festgeld, Fonds, Anleihen oder eine Beteiligung an Immobilien in Betracht kommen. Überblicksartikel zu Anlagestrategien und zu Wegen in Immobilien ordnen ein, welche Risiken einzelne Anlageklassen mit sich bringen und warum die Streuung des Vermögens wichtig bleibt.

Typische Entscheidungen betreffen die Verfügbarkeit des Geldes, den Schutz durch die Einlagensicherung und die Einordnung von Risiken. Ein fester Zins sagt zum Beispiel nichts darüber aus, ob ein Nachrangdarlehen sicher ist, und eine niedrige Risikoklasse im Basisinformationsblatt bedeutet nicht, dass Verluste ausgeschlossen sind. Auch bei mehreren Bankmarken lohnt es sich zu prüfen, welche Bank tatsächlich dahintersteht.

Ein zweiter Schwerpunkt sind Kosten und Rendite. Rechenbeispiele zeigen, wie sich ein Prozentpunkt höhere Anlagekosten über viele Jahre auswirkt, wie viel bei einem Ausgabeaufschlag tatsächlich angelegt wird und warum Kupon und Rendite einer Anleihe oder Ausschüttung und Gesamtrendite nicht dasselbe sind. Ein Beitrag zu Dividenden erklärt, wie Ausschüttungen zur Gesamtrendite beitragen.

Wer nachhaltig anlegen möchte, findet Erläuterungen zu Fonds nach Artikel 8 und 9 der Offenlegungsverordnung, zu ESG- und SRI-ETFs sowie zu grünen Anleihen. Die Artikel erklären, welche Unterlagen Sie nebeneinanderlegen sollten und was eine Nachhaltigkeitseinstufung nicht über Risiko und Rendite aussagt. Checklisten, Vergleichsraster und Fragen an den Anbieter helfen Ihnen, Angebote selbst zu prüfen. Eine persönliche Anlageberatung ersetzen die Ratgeber nicht.

Sparen und Risiken einordnen

Wie Sie Tagesgeld und Festgeld nach Ihrem Sparziel wählen, die Einlagensicherung je Bank prüfen und Risikoangaben im Basisinformationsblatt oder bei Nachrangdarlehen einordnen.

Kosten und Rendite berechnen

Rechenbeispiele zu Anlagekosten, Ausgabeaufschlag, Kupon, Ausschüttung und Dividenden zeigen, was von einer Anlage nach Kosten tatsächlich übrig bleiben kann.

Strategien und Anlageformen

Welche Fragen Sie vor der Wahl einer Anlagestrategie klären und welche Wege, etwa über Fonds oder Aktien, in Immobilien führen können.

Nachhaltig anlegen und prüfen

Was Einstufungen nach Artikel 8 und 9, ESG und SRI oder grüne Anleihen aussagen und wie Sie Nachhaltigkeits- und Effizienzangaben selbst prüfen.

Wichtige Begriffe

Tagesgeld
Tagesgeld ist eine grundsätzlich kurzfristig verfügbare verzinste Bankeinlage.
Festgeld
Festgeld ist eine Bankeinlage mit vereinbarter Laufzeit und normalerweise festem Zinssatz.
Einlagensicherung
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt entschädigungsfähige Bankeinlagen im Regelfall bis 100.000 Euro je Einleger und Bank.
Basisinformationsblatt
Das Basisinformationsblatt fasst bei bestimmten verpackten Anlageprodukten zentrale Angaben zu Funktionsweise, Risiken, Kosten und möglichen Ergebnissen zusammen.
Rendite
Rendite beschreibt den Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und zu einem Zeitraum.
Ausgabeaufschlag
Ein Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Kostenposition beim Kauf bestimmter Fondsanteile.
Kupon
Der Kupon ist die vertragliche Zinsangabe einer Anleihe, häufig bezogen auf ihren Nennwert.
Nachrangdarlehen
Bei einem Nachrangdarlehen treten Zahlungsansprüche unter vereinbarten Bedingungen hinter andere Gläubiger zurück.
Diversifikation
Diversifikation bedeutet, Risiken über verschiedene Anlagen, Emittenten oder Märkte zu verteilen.
ESG
ESG steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Alle 500 Begriffe im Glossar

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Tagesgeld ist täglich verfügbar, Festgeld bindet Ihr Geld für einen vereinbarten Zeitraum. Welche Form passt, hängt vor allem vom Sparziel ab: Geld, das Sie kurzfristig brauchen könnten, sollte verfügbar bleiben, während Beträge mit festem Verwendungszeitpunkt eher gebunden werden können. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welche Bank hinter dem Angebot steht, welche Einlagensicherung gilt, wie die Zinsen gezahlt werden und was am Ende der Laufzeit passiert.

Wie stark wirken sich Anlagekosten auf die Rendite aus?

Kosten mindern den Ertrag Jahr für Jahr, und dieser Effekt summiert sich über lange Zeiträume. Schon ein Prozentpunkt höhere laufende Kosten kann sich über viele Jahre deutlich im Endbetrag bemerkbar machen. Für einen fairen Vergleich sollten Sie einmalige Kosten wie einen Ausgabeaufschlag und laufende Kosten gemeinsam betrachten. Das günstigste Angebot ist dabei nicht automatisch das passendste, denn auch Risiko und Anlageziel zählen.

Bedeutet Risikoklasse 1, dass ich nichts verlieren kann?

Nein. Die Risikoklasse im Basisinformationsblatt ordnet ein Produkt auf einer Skala von 1 bis 7 ein, doch auch eine niedrige Einstufung schließt Verluste nicht aus. Die Einordnung bezieht sich zudem auf die empfohlene Haltedauer, die direkt daneben steht. Dargestellte Ergebnisse sind keine Vorhersagen. Lesen Sie deshalb auch die Hinweise zu möglichen Verlusten und vergleichen Sie mehrere Produkte anhand derselben Angaben.