Glossar · Solar
Verschattung bei Photovoltaik erklärt
Verschattung entsteht etwa durch Bäume, Nachbargebäude oder Dachaufbauten und vermindert die nutzbare Einstrahlung. Ihre Wirkung hängt von Zeitpunkt, Modulverschaltung und Technik ab. Eine Jahresbetrachtung ist aussagekräftiger als ein einzelnes Foto bei Sonnenschein.
Schatten auf Solarmodulen verringert die Strommenge, die eine Anlage erzeugen kann. Ursache können Bäume, Nachbarhäuser, Schornsteine, Gauben, Antennen oder auch Laub und Schmutz sein. Der Begriff taucht in Ertragsprognosen, bei Vor-Ort-Terminen des Fachbetriebs und in Angeboten auf, die Module, Verschaltung und Wechselrichter beschreiben.
Wie stark sich Schatten auswirkt, hängt nicht nur von der beschatteten Fläche ab. Module sind meist in Reihen, sogenannten Strings, verbunden. Ist ein Modul im String verschattet, kann das den Ertrag des ganzen Strings mindern. MPP-Tracker im Wechselrichter, eine getrennte Verschaltung einzelner Dachflächen oder Moduloptimierer können diese Wirkung begrenzen. Die Dachausrichtung ist davon zu unterscheiden, beeinflusst aber, wann Schatten überhaupt auf die Module fällt.
Ein häufiges Missverständnis ist, ein Dach sei schattenfrei, weil es mittags in der Sonne liegt. Im Winter steht die Sonne tiefer, morgens und abends fallen Schatten länger, und Bäume wachsen weiter. Eine Betrachtung über das ganze Jahr ist deshalb aussagekräftiger als ein einzelner Blick aufs Dach.
Worauf Sie achten sollten
- Fragen Sie, ob die Ertragsprognose Schatten über das ganze Jahr berücksichtigt und mit welchem Verfahren sie erstellt wurde.
- Prüfen Sie, wie Module auf Strings und MPP-Tracker verteilt sind, wenn Teile des Dachs zeitweise im Schatten liegen.
- Denken Sie an mögliche künftige Schatten, etwa durch wachsende Bäume oder geplante Bauvorhaben in der Nachbarschaft.
Häufige Frage
Lohnt sich Photovoltaik bei Teilverschattung?
Das lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Entscheidend ist, wann und wie lange Schatten auf welche Module fällt und wie die Anlage verschaltet ist. Mit passender Planung, etwa getrennten Strings, mehreren MPP-Trackern oder Moduloptimierern, lässt sich die Wirkung oft begrenzen. Eine Ertragsprognose, die die Verschattung über das ganze Jahr einbezieht, schafft eine solide Entscheidungsgrundlage.