Glossar · Geldanlage

Fälligkeit einfach erklärt

Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine vertraglich geschuldete Leistung verlangt werden kann. Bei Geldanlagen kann das eine Zinszahlung oder Rückzahlung betreffen. Der Fälligkeitstermin allein garantiert nicht, dass der Schuldner tatsächlich zahlt.

Redaktion Welt der Verbraucher

Die Fälligkeit beantwortet die Frage, ab wann eine Zahlung oder andere Leistung verlangt werden kann. Bei einer Anleihe betrifft das die regelmäßige Zinszahlung, den sogenannten Kupon, und die Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Bei Kreditkarten steht auf der Abrechnung, bis wann ein Betrag beglichen sein muss, bei Versicherungen regeln die Bedingungen, wann eine Leistung nach Vorlage der Unterlagen ausgezahlt wird.

Fälligkeit und Laufzeit hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe. Die Laufzeit beschreibt den gesamten Zeitraum eines Vertrags, die Fälligkeit einen konkreten Zeitpunkt, an dem eine Zahlung geschuldet ist. Innerhalb einer Laufzeit kann es mehrere Fälligkeiten geben. Wer eine Zahlung nach Fälligkeit nicht leistet, kann in Verzug geraten, was je nach Vertrag zusätzliche Kosten auslösen kann.

Ein häufiges Missverständnis bei Geldanlagen besteht darin, den Fälligkeitstermin als sicheren Auszahlungstag zu betrachten. Ob tatsächlich gezahlt wird, hängt von der Zahlungsfähigkeit des Schuldners ab. Dieses Ausfallrisiko bleibt bis zur tatsächlichen Zahlung bestehen und ist bei der Auswahl einer Anlage gesondert zu beurteilen.

Worauf Sie achten sollten

  • Notieren Sie Fälligkeitstermine von Rückzahlungen, Zinsen und Rechnungen, um Verzug und Zusatzkosten zu vermeiden.
  • Prüfen Sie bei Anleihen und Darlehen, ob der Schuldner vorzeitig zurückzahlen darf und wie sich das auf Sie auswirkt.
  • Beurteilen Sie die Zahlungsfähigkeit des Schuldners, statt sich allein auf den vereinbarten Fälligkeitstermin zu verlassen.

Häufige Frage

Was bedeutet Fälligkeit bei einer Anleihe?

Bei einer Anleihe ist die Fälligkeit der Zeitpunkt, an dem der Emittent das Kapital zurückzahlen muss, in der Regel zum Nennwert. Auch die einzelnen Zinszahlungen haben eigene Fälligkeitstermine. Der Termin legt fest, wann Sie die Zahlung verlangen können, garantiert aber nicht, dass der Emittent tatsächlich zahlt. Das Ausfallrisiko besteht bis zur Zahlung fort.