4 Möglichkeiten, in Immobilien zu investieren

Warum Immobilien als Geldanlage so beliebt sind und welche Optionen es gibt Immobilien gelten bei vielen Anlegern als attraktive Geldanlage – und das längst nicht mehr nur in Form des klassischen Eigenheims. Auch indirekte Beteiligungen über Wertpapiere oder Anleihen stehen hoch im Kurs. In Zeiten steigender Inflation kann die Immobilienbranche deshalb eine gute Möglichkeit sein, …

Warum Immobilien als Geldanlage so beliebt sind und welche Optionen es gibt

Immobilien gelten bei vielen Anlegern als attraktive Geldanlage – und das längst nicht mehr nur in Form des klassischen Eigenheims. Auch indirekte Beteiligungen über Wertpapiere oder Anleihen stehen hoch im Kurs. In Zeiten steigender Inflation kann die Immobilienbranche deshalb eine gute Möglichkeit sein, das eigene Kapital rentabel anzulegen.

Was ist bei der Auswahl der passenden Anlageform wichtig?

Je nach persönlicher Risikobereitschaft, verfügbarem Kapital und Zeithorizont bieten sich unterschiedliche Optionen an. Die folgenden Fragen helfen bei der ersten Orientierung:

  1. Risikoverteilung
    • Möchte ich möglichst breit streuen oder konzentriere ich mich auf ein einzelnes Objekt?
    • Bin ich bereit, ein höheres Risiko einzugehen, um auch höhere Renditen zu erzielen?
  2. Investitionshöhe
    • Wie viel Geld steht mir tatsächlich zur Verfügung?
    • Möchte ich kleine oder größere Summen investieren?
    • Gibt es Mindestanlagesummen?
  3. Kapitalbindung
    • Für welchen Zeitraum kann ich auf mein Geld verzichten?
    • Sind lange Laufzeiten ein Problem, oder ist ein langfristiges Investment für mich in Ordnung?
  4. Selbstbestimmung
    • Habe ich den Wunsch, aktiv mitzureden und auszuwählen, worin investiert wird?
    • Oder gebe ich die Verantwortung lieber in professionelle Hände?
  5. Kosten und Aufwand
    • Mit welchen Gebühren ist zu rechnen (zum Beispiel für Makler, Verwaltung oder Instandhaltung)?
    • Wie viel Zeit möchte oder kann ich in die Immobilie oder Anlageform investieren?

1. Der klassische Immobilienkauf

Der direkte Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist die wohl bekannteste Art, in Immobilien zu investieren. Ob als Eigenheim zur Altersvorsorge oder als Renditeobjekt über Mieteinnahmen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch der Kauf renovierungsbedürftiger Objekte mit anschließendem Weiterverkauf kann lohnend sein.

Vorteile

  • Potenziell langfristige Wertsteigerung
  • Mögliche Mieteinnahmen und damit regelmäßige Erträge
  • Historisch niedrige Zinsen (je nach Marktsituation)

Nachteile

  • Hoher Kapitaleinsatz erforderlich
  • Laufende Kosten (Instandhaltung, Renovierung, Verwaltung)
  • Hohes Klumpenrisiko, wenn das gesamte Kapital in ein Objekt fließt

2. Immobilienaktien

Wer sich nicht mit einem einzelnen Objekt binden will oder geringeres Startkapital hat, kann sich über Aktien an Immobilienunternehmen beteiligen. Bei Immobilienaktien sind beispielsweise Wohnungsbaugesellschaften, Immobilienentwickler oder Makler an der Börse gelistet.

Vorteile

  • Geringerer Kapitaleinsatz als beim direkten Immobilienkauf
  • Flexibler Kauf und Verkauf an der Börse
  • Mögliche hohe Renditen, wenn der Immobilienmarkt boomt

Nachteile

  • Kursrisiken und mitunter starke Schwankungen
  • Verluste bis hin zum Totalverlust möglich
  • Setzt gewisse Kenntnisse im Aktienhandel voraus

3. Immobilienfonds

Wer das Potenzial des Immobilienmarktes nutzen, sich jedoch nicht selbst um einzelne Titel kümmern möchte, findet in Immobilienfonds eine Alternative. Professionelle Fondsmanager kümmern sich dabei um die Auswahl der Objekte und deren Verwaltung.

Offene Immobilienfonds

  • Oft breiter investiert in diverse Objekte
  • Flexible Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten
  • In der Regel keine feste Laufzeit

Geschlossene Immobilienfonds

  • Festgelegtes Volumen und feste Laufzeit
  • Keine jederzeitige Handelbarkeit der Anteile
  • Häufig hohe Mindestanlagebeträge

Beide Varianten bieten den Vorteil, dass die Fondsgesellschaft die Auswahl der Investitionen trifft und für das Risikomanagement sorgt. Dafür fallen je nach Anbieter und Fonds oft Verwaltungs- oder Vermittlungsgebühren an.


4. Immobilienanleihen oder Vermögensanlagen

Statt eines direkten Anteils an einer Immobilie besteht auch die Möglichkeit, in Immobilienanleihen oder andere Vermögensanlagen zu investieren. Hierbei werden Kapitalbeträge als Darlehen für bestimmte Immobilienprojekte bereitgestellt, um etwa Neubauten, Sanierungen oder größere Immobilienvorhaben zu finanzieren. Im Gegenzug werden Anleger über feste Zinszahlungen und Rückzahlungsvereinbarungen am Projekterfolg beteiligt.

So funktionieren Immobilienanleihen

  • Das Emissionsunternehmen (z. B. ein Projektentwickler) gibt eine Anleihe aus.
  • Als Anleger erwirbt man diese Anleihe und stellt damit Kapital zur Verfügung.
  • Innerhalb der Laufzeit erhält man Zinszahlungen, am Ende (bzw. zum vereinbarten Zeitpunkt) wird das investierte Kapital zurückgezahlt.

Vorteile

  • Überschaubare Laufzeiten möglich
  • Feste Zinszusagen können für planbare Renditen sorgen
  • Niedrigere Einstiegssummen als beim Immobilienkauf

Nachteile

  • Bonität des Emittenten ist entscheidend (Ausfallrisiko)
  • Weniger flexibel als Aktien bei kurzfristigem Kapitalbedarf
  • Informations- und Transparenzpflichten variieren je nach Anbieter

Tipp: Achten Sie auf die Seriosität des Anbieters, lesen Sie den Verkaufsprospekt genau und informieren Sie sich über die Chancen und Risiken, bevor Sie in Immobilienanleihen oder Vermögensanlagen investieren.


Fazit

Die Immobilienbranche bietet eine Vielzahl an Anlageformen: vom direkten Kauf eines Hauses über Aktien und Fonds bis hin zu Anleihen oder Vermögensanlagen. Welche Option am besten passt, hängt von den individuellen finanziellen Möglichkeiten, der persönlichen Risikobereitschaft und dem gewünschten Zeithorizont ab. Wer sein Portfolio ausreichend streut und sich gründlich informiert, hat gute Chancen, von den Wertsteigerungen am Immobilienmarkt zu profitieren.

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